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Gesundheit rund um den Hund

Zur Erhaltung dieser Rasse und Fortbildung

 

Vorbeugen ist besser als Heilen 
Artgerechte Haltung, Pflege und Ernährung sind Voraussetzungen für die Gesundheit.
Das seelische Wohlbefinden des Hundes ist so wichtig wie das körperliche.
Der gesunde Hund nimmt aufmerksam und lebhaft Anteil an seiner Umgebung.
Er ist kräftig und ausdauernd.
In der Ruhe atmet er 10- bis 20mal, das Herz schlägt 70- bis 100mal in der Minute.
Die Körpertemperatur liegt um 38,5 °C. Gesundheit ist nicht nur "Freisein von Krankheiten", sie schließt auch Widerstandskraft gegen Infektionen ein
.
 
Das Haarkleid
schützt nicht nur gegen Wind und Wetter. Das kräftige, glatt anliegende Haar ist auch Zeichen von Gesundheit. Der Ridgeback soll täglich mit einer Spezialbürste gestriegelt werden.
Besonders wichtig ist das Bürsten während des Haarwechsels im Frühjahr und zum Winteranfang. Durch Baden können der schützende Säuremantel der Haut zerstört und das Haar entfettet werden. Der Ridgeback wird deswegen nur ausnahmsweise gebadet, zum Beispiel, wenn er sich nach Hundeart in Aas oder Kot gewälzt hat.
Dann wird er lauwarm geduscht und mit Hundeshampoo oder mildem Haarwaschmittel, nie jedoch mit Seife oder Spülmittel gewaschen. Nach gründlichem Ausspülen wird das Fell trockengerieben. An einem warmen, zugfreien Ort muß das Fell trocknen, ehe der Hund wieder hinaus darf. Stumpfes Haar, ständiger Haarausfall und starker Geruch deuten auf innere Erkrankungen hin. Die Haut soll frei von Schuppen und Rötungen sein, kein Juckreiz soll den Hund plagen.
 
Flöhe, Läuse und Haarlinge
kann auch der gepflegteste Hund von einer Hundebegegnung mitbringen. Bei Juckreiz werden als erstes die Haut auf Flohstiche - bis zu Linsengroße, geschwollene Rötungen - und das Fell auf Parasitenkot - kleine schwarze Pünktchen - abgesucht. Lieblingssitze der ungebetenen Gäste sind die Innenflächen der Hinterbeine, die Achselhöhlen und die Ohrmuscheln.
Bei leichtem Befall genügt ein Flohpuder oder -spray.
Wirksamer sind Waschlösungen, die das Fell bis auf die Haut benetzen, oder verschreibungspflichtige Mittel, die auf die Haut getropft werden und bis zu vier Wochen wirken. Das Ablecken solcher Mittel muß aber unbedingt verhindert werden. "Anti-Floh - Halsbänder" geben bis zu vier Monaten gas- oder puderförmige Wirkstoffe ab.
In Hundehütten können bei einigen Halsbändern Giftgaskonzentrationen auftreten, die auch für den Hund bedenklich sind. Manche Halsbänder verlieren zudem durch Nässe an Wirksamkeit.
Bei Flohbefall muß immer das Lager des Hundes mitbehandelt werden. Moderne Spezialmittel töten dabei nicht nur "erwachsene" Flöhe, sondern stoppen auch die weitere Entwicklung der Flohlarven. Hundedecken werden am besten ausgekocht, Teppiche regelmäßig gesaugt und Stroh in der Hütte gewechselt.
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Zecken
lassen sich aus dem Gebüsch auf den Hund fallen, beißen sich in der Haut fest und saugen
sich mit Blut voll.
Sie sehen dann wie prallgefüllte graubraune bis zu Kirschkern große Säckchen aus.
Je länger sie saugen, desto größer ist in bestimmten verseuchten Gegenden die Gefahr, daß eine für Hunde gefährliche Infektionskrankheit, die Borreliose, übertragen wird. Deshalb sollten Zecken so rasch wie möglich entfernt werden.
Sie dürfen aber nicht einfach ausgerissen werden, weil dabei die Beißwerkzeuge in der Haut steckenbleiben und Entzündungen verursachen können.
Am besten erfaßt man die Zecke mit einer Spezialpinzette und hebelt sie drehend aus der Haut heraus. Man kann sie aber auch mit Alkohol, oder in Öl eingehüllt betäuben und dann herausdrehen, sofern sie nicht innerhalb einer halben Stunde abgefallen ist.
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Die Ohren
sollten alle vier Wochen gereinigt werden. Mit Wattestäbchen kann man das Trommelfell zwar kaum verletzen, das Ohrenschmalz aber in der Tiefe zusammenstopfen. Besser ist ein alkoholischer Ohrreiniger, der randvoll ins Ohr eingegossen und bei zugedrückter Ohrmuschel
durchmassiert wird.
Das gelöste Ohrschmalz kann der Hund dann selbst ausschütteln, vorzugsweise im Freien.
Dunkle, übelriechende Beläge im Ohr zeigen eine Entzündung an. Meist wird sich der Hund dann auch am Ohr oder - scheinbar - am Halsband kratzen und den Kopf schütteln.
Ursache des "Ohrenzwanges" können Ohrmilben, Grasgrannen oder andere Fremdkörper sowie Bakterien und Pilze sein. Wenn zwei- bis dreimalige gründliche Reinigung mit dem Ohrreiniger keine Besserung bringt, ist eine gezielte Behandlung erforderlich.
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 Die Augen
werden mit einem Stückchen Mullbinde oder einem Taschentuch vom "Schlaf"
gereinigt. Fusseln von Watte oder Papiertaschentüchern reizen die Schleimhäute. Bindehautentzündungen können auch durch Zugluft, Staub oder starke Sonne verursacht werden. Zur Linderung werden Augentropfen in den heruntergezogenen Bindehautsack geträufelt. Borwasser wird heute nicht mehr verwendet, weil feine Kristalle als Fremdkörper wirken können. Länger andauernder wäßriger, schleimiger oder eitriger Augenausfluß sollte nicht mit Hausmitteln kuriert werden.
Es könnte eine Infektion vorliegen.
Wucherungen auf der Rückseite der Nickhaut müssen meist operativ behandelt werden.
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Die Zähne
werden durch Hundekuchen oder Knochen ausreichend gereinigt. Auch die Tortur des
Zähneputzens kann Zahnstein kaum verhindern.
Zur Entfernung weicher Beläge eignet sich am ehesten ein Wattebausch, getränkt mit dreiprozentiger Wasserstoffsuperoxydlösung.
Zahnstein ist ein fest anhaftender brauner Belag aus verhärteten Salzen.
Fauliger Mundgeruch durch Zahnfleischentzündungen und -vereiterungen sowie Zahnausfall sind die Folgen.
Zahnstein sollte frühzeitig fachkundig entfernt werden.
Lose Zähne müssen gezogen werden. Da der Hund keine Beute jagen, festhalten oder zerreißen muß, kann er auf  schmerzende Zähne gut verzichten.
Nach Entfernung der Eiterherde wird er sich auch allgemein wohler fühlen, denn sie können
den Körper vergiften und zum Beispiel chronische Herzklappenentzündungen auslösen.
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Die Analbeutel
sollen eigentlich bei jedem Kotabsatz eine individuelle Duftmarke zur Revierkennzeichnung hinterlassen.
Infolge der Domestikation funktioniert die Entleerung häufig nicht richtig.
Sekretstauungen sind die Folge.
Den Juckreiz versucht der Hund  vergeblich durch Rutschen auf dem After zu beseitigen.
Dieses "Schlittenfahren" ist entgegen landläufiger Vermutung fast nie auf Wurmbefall zurückzuführen. Stark gefüllte Analbeutel müssen fachkundig ausgedrückt, vereiterte müssen tierärztlich behandelt werden.
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Die Krallen
werden bei regelmäßiger Bewegung auf festem Untergrund ausreichend abgelaufen.
Nur bei krankhaftem Hornwachstum oder Stellungsfehlern müssen sie geschnitten werden.
Dabei soll die in der Kralle verlaufende Ader nicht verletzt werden.
"Wolfskrallen", Überbleibsel der an sich verkümmerten fünften Zehe an den Hinterläufen, können bei Verletzungen stark bluten.
Sie sollten vorsorglich amputiert werden. Das geschieht üblicherweise schon bei neugeborenen Welpen.
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Erste Hilfe tut Not
Hautverletzungen
müssen genau inspiziert werden. Oberflächliche Abschürfungen und Schrunden können mit Hausmitteln behandelt werden.
Auf jeden Fall werden im Bereich der Verletzungen die Haare mit einer gebogenen Schere kurz abgeschnitten.
Sie verkleben sonst mit dem Wundsekret; Vereiterung ist die Folge. Die Wunde wird mit Wundgel, -spray oder -tinktur behandelt. Fetthaltige Salben behindern den heilungsfördernden Luftzutritt, Puder verkrustet. Bei tieferen Wunden mit Durchtrennung der Haut sollte umgehend ein Tierarzt zugezogen werden.
Bei Beißereien und Stacheldrahtverletzungen wird die Haut oft vom Körper losgerissen, so daß tiefe Taschen entstehen. Haare und Schmutz in der Tiefe der Wunden müssen soweit wie möglich entfernt werden. Von Fall zu Fall ist zu prüfen, ob eine "offene Wundbehandlung" oder eine Naht besser ist. Nur frische Wunden können mit Aussicht auf  komplikationslose Heilung genäht werden. Eine offene, aus der Tiefe nässende oder eiternde Wunde darf der Hund belecken. In allen anderen Fällen wird die Wundheilung behindert, weil die zarten Heilungszellen am Wundrand gestört werden. Das Belecken von Wunden und das Abreißen von Verbänden können durch einen Halskragen verhindert werden. Aus einem passenden Plastikeimer wird der Boden herausgeschnitten.
Die Schnittkanten werden abgepolstert, an vier Stellen durchlöchert und mit Bindfäden versehen, die am Lederhalsband festgebunden werden. Einfacher, aber teurer sind fertige Halskragen vom Tierarzt.
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Wundstarrkrampf
ist beim Hund selten. Impfungen sind daher nicht üblich. Zur Vorbeuge sollen Wunden ausbluten und nicht luftdicht abgedeckt werden.
Wenn größere Adern verletzt sind, kommt es zu andauernden, starken Blutungen.
Häufig tritt Blut im Strahl aus. Dann muß als erste Hilfe ein Druckverband angelegt werden. An ungünstigen Körperstellen wie am Kopf kann auch von Hand eine Kompresse aufgedrückt werden. Gliedmaßen können abgebunden werden, die Abbindung muß aber viertelstündlich kurz gelöst werden. In solchen Fällen ist stets umgehend tierärztliche Hilfe erforderlich.
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Unfälle
können auch zu inneren Verletzungen und Gehirnerschütterungen führen.
Bei Bewußtseinstrübungen soll nie Flüssigkeit eingeflößt werden.
Die Maulschleimhaut kann aber mit Kaffee, Tee oder auch einfach mit Wasser befeuchtet werden.
Der Hund wird seitlich mit tiefliegendem Kopf und herausgezogener Zunge auf einer Decke gelagert, die, von zwei Personen an den Ecken strammgezogen, auch als "Tragbahre" dient. Am Unfallort sind meistens die Diagnose und vor allem eine wirksame Schockbehandlung erschwert.
Telefonisch sollte zur Vermeidung unnötiger Wege und Zeiten ein dienstbereiter Tierarzt verständigt und umgehend aufgesucht werden.
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Lahmheiten
können viele Ursachen haben. Als erstes wird die Pfote untersucht. Dornen oder Splitter werden ausgezogen. Verfilzte Haare drücken zwischen den Ballen wie ein Stein im Schuh;
sie werden daher vorsichtig ausgeschnitten.
Wunde Stellen werden wie Hautverletzungen behandelt. Im Winter müssen Streusalzreste von den Pfoten abgewaschen werden. Bei Krallenbettentzündungen können warme Kamillen- oder Seifenbäder Linderung bringen. Lose Krallenteile werden an der Bruchstelle beherzt abgeschnitten. In vielen Fällen ist ein Verband erforderlich. Er muß fachkundig angelegt werden, um Druckstellen zu vermeiden.
Bei Schwellungen, Prellungen und Verstauchungen kann das Fell des betroffenen Körperteils
mehrmals täglich mit kaltem Wasser durchnäßt werden. Das wirkt wie ein Kühlverband, lindert den Schmerz und hemmt - frühzeitig angewendet - weitere Schwellungen. Wenn ein Bein überhaupt nicht belastet wird, besteht Verdacht auf Knochenbruch.
Bei stark abnormer Beweglichkeit können die Gliedmaßen durch eine Notschiene ruhiggestellt
werden. Ein feuchtes Tuch, zwei ausreichend lange Stöcke und Binden oder Leukoplast genügen fürs erste. Die benachbarten Gelenke müssen mit fixiert werden.
Andauernde, wiederkehrende oder sich verschlimmernde Bewegungsstörungen sind stets ein Fall für den Tierarzt. Relativ oft wird das Humpeln auf einem Hinterbein durch eine Ausrenkung der Kniescheibe oder durch Riß von Bändern bedingt, die operativ fixiert werden müssen.
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Vergiftungen
sind meist "Unglücksfälle" und nur selten böse Absicht.
Rattengift kann bei unsachgemäßem Auslegen direkt, aber auch mit vergifteten Nagetieren aufgenommen werden.
Meist handelt es sich um Cumarinpräparate, die zu inneren Blutungen führen. Vorsicht ist auch bei Schädlings- und Unkrautbekämpfungs- sowie bei Frostschutzmitteln geboten. Hochgiftige Thallium -, Zinkphosphid - und Arsenzubereitungen, Blausäure und Strychnin sind heute gottlob kaum noch erhältlich.
Die besten Überlebenschancen bestehen, wenn man, "nach frischer Tat", das Gift wieder aus dem Magen herausbefördern kann. Der Tierarzt kann Erbrechen durch eine Spritze auslösen, der Laie durch Eingeben von zwei bis drei Teelöffeln Salz.
Nach dem Erbrechen kann eine Aufschwemmung von etwa zehn Kohlekompretten eingeflößt werden. Milch wird nicht gegeben, weil verschiedene Gifte fettlöslich sind.
Etwa vorhandene Hinweise auf die Art des Giftes ermöglichen eine rechtzeitige, gezielte tierärztliche Behandlung.
Ungewisser sind die Aussichten, wenn Vergiftungsfolgen wie Krämpfe, Mattigkeit oder Brechdurchfall schon eingetreten sind, die Ursache aber nur vermutet werden kann. Eine genaue Diagnose ist oft erst durch Spätschäden wie Blutungen oder Haarausfall möglich. Dann kann es für eine Rettung bereits zu spät sein.
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Durchfall
ohne Fieber bessert sich häufig nach einem Fastentag:
Der Hund erhält ausschließlich stark verdünnten Tee mit einer Prise Salz, aber ohne Zucker. Zur Geschmacksverbesserung ist Süßstoff erlaubt.
Zusätzlich ist es nie verkehrt, eine Aufschwemmung von Kohlekompretten einzugeben.
Keinesfalls darf Durchfall mit Wasserentzug "behandelt" werden; der Körper würde zu stark austrocknen.
Am zweiten Tag erhält der Hund in kleinen Portionen ein Diätfutter, zum Beispiel Beefsteakhack, Schmelzflocken und rohen geriebenen Apfel.
Am dritten Tag muß der Kot zumindest wieder dickbreiig sein.
 
Verstopfungen
lassen sich oft durch rohe Leber oder Milz oder einige Teelöffel süßer Dosenmilch beheben. Bei krampfhaft vergeblichem Drängen kann ein Mikroklistier Erfolg bringen. Bei einer
Verhärtung von Knochenteilen im Enddarm hilft allerdings meist nur ein fachgerechter Einlauf.
 
Erbrechen
ist keine selbständige Krankheit.
Einmaliges Erbrechen kann durch zu hastiges Fressen, zu kaltes Futter oder Aufnahme von Fremdkörpern ausgelöst werden.
Gelegentliches Erbrechen ist beim Hund ohne große Bedeutung. Um zu erbrechen, frißt der Hund häufig Gras. Geschieht dies regelmäßig oder wird ständig das Futter erbrochen, muß ein Tierarzt hinzugezogen werden. Auch Durchfall und Erbrechen mit Fieber sind kein Fall für Hausmittel.
 
Scheinschwangerschaft
tritt bei manchen Hündinnen etwa acht Wochen nach der Läufigkeit auf. Sie sind unruhig, "bemuttern" irgendwelche Gegenstände fressen schlecht und erbrechen gelegentlich.
Das Gesäuge schwillt, Milch bildet sich.
Abhilfe schafft häufig wenig Fressen und Trinken bei viel Bewegung und Beschäftigung.
Das Gesäuge kann mehrmals täglich mit kaltem Wasser oder Essigumschläge befeuchtet werden, um Schwellung und Milchproduktion zu hemmen.
Keineswegs soll die Milch ausgedrückt werden. Damit würde nur die weitere Milchbildung angeregt. Bei sehr starker Gesäugeschwellung und trotz Hausmitteln nicht nachlassenden Erscheinungen muß der Tierarzt verständigt werden.
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Insektenstiche,
vor allem durch das Schnappen nach Wespen und Bienen verursacht, können schnell
zu erheblichen Schwellungen am Kopf oder, noch schlimmer, im Rachen führen. Äußerliche Kühlung mit Eiswürfeln und eine Tablette gegen Allergie - falls zur Hand - ersparen oft nicht die möglichst rasche tierärztliche Behandlung.
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Alarmzeichen
Fieber
ist eine Abwehrreaktion des Körpers, meist auf Infektionen.
Die Hundenase kann auch beim kranken Hund feucht und kühl sein.
Die Temperatur muß mit einem Fieberthermometer, je nach "Bauart", bis zu fünf Minuten im Mastdarm gemessen werden.
Sie darf nicht über 39 °C liegen.
Untertemperaturen unter 37,5 °C entstehen infolge einer Reduzierung der Stoffwechselvorgänge häufig vor dem Tod.
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Husten
als ob ein Knochen im Hals säße, tritt bei Mandelentzündungen auf.
Ernstere Infektionen wie Zwingerhusten oder gar Staupe könnten dann vorliegen. Pumpende Atmung entsteht durch eine Lungenentzündung, aber auch durch Wasseransammlung in der Lunge, zum Beispiel infolge von Vergiftungen. Bei alten Hunden kann der damit verbundene Husten auch auf eine Herzschwäche zurückzuführen sein. Bauchpressen und Aufblasen der Backen sind Zeichen höchster Atemnot.
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Schleimhäute
im Auge und im Fang geben Hinweis auf innere Erkrankungen: Blässe deutet auf
Blutarmut hin, Gelbfärbung auf Leberschäden mit Gelbsucht, Blutungen auf schwere Infektionen oder Vergiftungen, eine bläuliche Färbung tritt bei Herz- und Kreislaufschwäche auf.
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Kot und Urin
mit Blutbeimengungen lassen schwerwiegende, krankhafte Veränderungen erkennen.
Bei Blutungen im Magen und in den vorderen Darmabschnitten kann der Stuhl durch das verdaute Blut pechschwarz aussehen.
Nierenerkrankungen können auch mit erhöhtem Durst verbunden sein.
Wenn Mattigkeit und Mundgeruch hinzukommen, ist meist bereits eine Harnvergiftung eingetreten.
Harnsteine, Blasenriß oder Vergiftungen können dazu führen, daß überhaupt kein Urin mehr
abgesetzt wird; dann besteht höchste Gefahr. Geschwülste, Prostatavergrößerungen und
Mastdarmveränderungen erschweren den Kotabsatz.
Verhärtete Knochenteile können den Enddarm völlig verstopfen. Erbrechen und zunehmende Mattigkeit bei fehlendem Kotabsatz sprechen für einen Darmverschluß oder einen Fremdkörper im Darm.
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Speicheln
wird im harmlosesten Fall durch Fremdkörper in der Maulhöhle oder durch lose Zähne
verursacht, bedenklicher wären eine E-605-Vergiftung oder Pseudowut, schlimmstenfalls ist an
Tollwut zu denken.
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Umfangsvermehrungen
des Bauches bei sonst normalem Ernährungszustand oder zunehmende Abmagerung können durch Tumore oder Bauchhöhlenwasser hervorgerufen werden.
Bei einer Gebärmuttervereiterung besteht gleichzeitig fast immer starker Durst, gelegentlich auch Scheidenausfluß. Eine plötzliche Aufblähung des Bauches mit Kolik und Kreislaufschwäche, bedingt durch eine Magendrehung, erfordert unverzügliche Operation.
Eine Entzündung der Kaumuskeln mit Schwellung und Verhärtung sowie hervortretenden Augäpfeln muß sofort tierärztlich behandelt werden.
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Infektionen bedrohen die Gesundheit
Staupe und ansteckende Leberentzündung
(Hepatitis) sind Viruskrankheiten, die für Junghunde besonders gefährlich sind, aber auch ältere Hunde befallen.
Staupe beginnt mit einem häufig kaum merkbaren, kurzen Fieber, dem nach etwa acht Tagen eine schwere Lungenentzündung mit eitrigem Augen- und Nasenausfluß oder ein Durchfall folgt.
Eine besondere Verlaufsform ist mit einer Verhärtung der Ballen verbunden.
Nach scheinbarer Besserung treten nervöse Erscheinungen bis hin zu Krämpfen auf, die meistens zum Tod führen.
Nach überstandener Staupe bleibt häufig ein nervöses Zucken der Kopfmuskeln, der "Staupetick", nach Erkrankungen im Junghundalter das "Staupegebiß" mit erheblichen Zahnschmelzdefekten zurück. Die ansteckende Leberentzündung verläuft ähnlich, mit hohem Fieber, Apathie und Appetitlosigkeit. Hornhauttrübungen können bleibende Folgeschäden sein.
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Stuttgarter Hundeseuche
(Leptospirose) wird durch Bakterien verursacht und von Hund zu Hund übertragen.
Sie beginnt häufig mit einer Schwäche in den Hinterbeinen. Geschwüre im Maul,
Magen und Darm sind mit aasartig-faulem Maulgeruch und blutigem Durchfall verbunden.
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Tollwut
tritt bei Hunden nur noch selten auf. Die Seuche wird vor allem durch  Füchse übertragen.
Hinweisschilder warnen in gefährdeten Gebieten vor Tollwut.
Die Krankheit ist besonders tückisch:
Die typischen Wuterscheinungen wie heiseres Gebell, Wasserscheue, Unruhe und unmotivierte Beißwut fehlen häufig. Die "stille Wut" ist im Anfangsstadium schwer zu erkennen.
Ein erkranktes Tier stirbt immer.
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Parvovirose
ist bei uns in den letzten Jahren regelmäßig aufgetreten.
Die Seuche wurde zunächst auf Ausstellungen verbreitet. Der Erreger ähnelt dem Katzenseuchevirus. Die Ansteckung erfolgt über die Ausscheidungen von Hund zu Hund.
Bei Welpen tritt plötzlicher Herztod auf, ältere Hunde sterben nach unstillbarem, blutigem Durchfall und Erbrechen.
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Impfungen schützen vor diesen Infektionskrankheiten
Welpen in gefährdeten Zuchten oder ungeimpfte Hunde mit verdächtigen Krankheitserscheinungen können mit einem Serum behandelt werden, das fertige spezifische Abwehrstoffe enthält.
Diese "passive Immunisierung" schützt aber nur für zwei bis drei Wochen. Der Käufer eines Hundes sollte den Impfpaß daraufhin genau prüfen.
Länger dauernden Schutz vermittelt nur die "aktive"  Schutzimpfung. Dabei werden abgeschwächte oder abgetötete Infektionserreger eingeimpft.
Der Körper reagiert darauf mit der Bildung eigener Abwehrstoffe. Bei den heute üblichen
Kombinationsstoffen kennzeichnen die Buchstaben S, H, L, T und P die Wirksamkeit gegen die in Frage kommenden Seuchen.
Welpen werden mit sieben bis acht Wochen das erste Mal geimpft und müssen dann mit zwölf Wochen nachgeimpft werden. Bei älteren Hunden genügt eine einmalige Grundimmunisierung.
Der einmal gebildete Impfschutz baut sich im Laufe der Zeit ab.
Kommt der Hund mit betreffenden Seuchenerregern in Berührung, so wird die Antikörperbildung aufgefrischt.
Ist der Impfschutz aber bereits zu stark abgesunken, kann der Hund erkranken. Deshalb sind
Auffrischungsimpfungen im Abstand von ein bis zwei Jahren erforderlich.
Ein sicherer Impfschutz des Hundes ist auch für den Menschen wichtig.
Erkrankte Hunde können Leptospiren übertragen, die beim Menschen das "Canicola-Fieber" oder die "Weilsche Krankheit" hervorrufen. Hundetollwut ist wegen des engen Kontaktes für Menschen viel gefährlicher als Wildtollwut.
Geimpfte Hunde übertragen keine Tollwut.
Nach einem Kontakt mit verdächtigem Wild brauchen sie deshalb auch nicht getötet zu
werden, wie dies für ungeimpfte Hunde gesetzlich vorgeschrieben ist.
Schließlich können sie auf  Auslandsreisen mitgenommen werden.
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Gegen andere Infektionen schützt Vorsicht
Toxoplasmose
wird durch einzellige Schmarotzer hervorgerufen. Ihr Stammwirt ist die Katze. Bei
anderen Tieren werden ansteckungsfähige Dauerformen gebildet. Hunde erkranken überwiegend durch infiziertes Schweinefleisch. Für die Ansteckung des Menschen wurden sie früher zu Unrecht verantwortlich gemacht.
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Aujeszkysche Krankheit
wird ebenfalls durch Schweinefleisch übertragen. Unstillbarer Juckreiz, Unruhe, Ängstlichkeit und Speichelfluß haben gewisse Ähnlichkeit mit Tollwut. Die Krankheit wird daher auch "Pseudowut" genannt. Schweinefleisch und in der Zusammensetzung unbekannte
Fleischmischungen (zum Beispiel aus Supermärkten) müssen deshalb gut durchgekocht werden.
Fertigfutter und Rindfleisch sind dagegen unbedenklich.
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Zwingerhusten
tritt vor allem in Tierheimen und Hundehandlungen auf.
Unter begünstigenden Umständen lösen Viren und Bakterien gemeinsam Entzündungen von Luftröhre und Bronchien aus.
Kennzeichnend ist ein kurzer, trockener Husten.
Sekundärinfektionen können den Krankheitsverlauf verschlimmern.
Einen gesunden Hund kauft man mit größerer Wahrscheinlichkeit beim Züchter.
Während des Urlaubs sollte man seinen Hund nicht in unbekannte Heime oder Pensionen geben oder ihn vorsorglich auch gegen Zwingerhusten impfen lassen.
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Wurmkuren gegen unerwünschte Kostgänger
Spulwürmer
können bei Junghunden zu Verdauungs- und Entwicklungsstörungen,
zu Vergiftungserscheinungen und sogar zum Tod führen. Fast alle Welpen werden im Mutterleib mit Spulwürmern infiziert.
Die ersten Wurmkuren soll schon der Züchter durchführen.
Junghunde werden vierteljährlich entwurmt.
Ältere Hunde beherbergen nur noch einzelne Würmer.
Sie richten zwar keinen großen Schaden an, sind aber eine ständige Infektionsquelle.
Hündinnen sollten sechs Wochen nach jeder Läufigkeit, Rüden einmal jährlich entwurmt werden. Bei festgestelltem Wurmbefall ist eine sofortige Entwurmung mit einer Wiederholungsbehandlung nach zwei bis drei Wochen erforderlich.
Rohe Möhren garantieren keine Wurmfreiheit.
Wirksame und verträgliche Mittel sind verschreibungspflichtig.
Sie wirken auch gegen andere Rundwurmarten, zum Beispiel gegen Hakenwürmer.
Spulwürmer sind auf ihre Wirtstierarten spezialisiert; wenn der Mensch Hundespulwurmeier aufnimmt, schlüpfen zwar Larven und beginnen ihre Wanderung im Körper, sie bleiben jedoch in Organen oder Muskeln stecken und können dort schmerzhafte Entzündungen verursachen.
Besonders gefährdet sind "Krabbelkinder". Wurmkuren dienen daher auch dem Gesundheitsschutz der Familie. Auf Kinderspielplätzen haben Hunde nichts zu suchen.
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Bandwürmer
brauchen für ihre Entwicklung stets einen Zwischenwirt.
Für den Hundebandwurm ist dies der Floh. Er nimmt die Wurmeier auf, aus denen sich eine Finne entwickelt. Der Hund "knackt" den Floh - die Finne wächst im Hundedarm zum fertigen Bandwurm aus. Mit dem Kot erscheinen nach geraumer Zeit einzelne kürbiskernförmige, anfangs noch bewegliche Bandwurmglieder oder ein längeres, deutlich gegliedertes Wurmende.
Die meisten Spulwurmmittel sind gegen Bandwürmer unwirksam.
Heute gibt es aber gut verträgliche und sicher wirkende Bandwurmmittel.
zur Bandwurmkur gehört stets eine Flohbehandlung von Hund und Lager. Besonders bei
Jagdhunden kann auch der "gesägte Bandwurm" auftreten, dessen Zwischenwirte Hasen und
Kaninchen sind.
Andere Bandwurmarten, die durch Fisch oder Wild, Rinder- oder Schafeingeweide übertragen werden, kommen seltener vor.
Dazu zählt der "dreigliedrige Bandwurm", der auch dem Menschen gefährlich werden kann. Der Hund sollte zur Vorbeuge keine rohen "Konfiskat"- Innereien erhalten und daran gehindert werden, Kadaver von Wildtieren anzufressen.
Für Menschen besonders gefährlich ist der vor allem in einigen Gegenden Süd- und Mitteldeutschlands verbreitete "Fuchsbandwurm", der auch durch Hunde übertragen werden kann. Neben regelmäßigen Bandwurmkuren ist es die beste Vorbeuge, den Hund in Wald und Flur anzuleinen.
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Gibt es für Welpen ein spezielles Training um HD vorzubeugen?

Man hat mir geraten Gelantiene zuzufüttern. Ist das wirksam?

Antwort:
Da die HD auch eine Erkrankung mit genetischem Faktor darstellt, gibt es eigentlich kein Trainingsprogramm mit dem man ihr Entstehen verhindern kann. Allerdings besteht die Möglichkeit den Auspraegungsgrad der HD durch Haltung und Fütterung zu beeinflussen. Grundsätzlich sollte der Hund ausgewogen ernährt werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß ein Hund mit drei Monaten dem Welpenalter entwachsen ist, und entsprechend kein Welpenfutter mehr gefüttert werden sollte. Futtermittel Ufer erwachsene Hunde bewirken i.d.R. ein langsameres kontinuierlicheres Wachstum ohne die Endgroesse zu beeinflussen. Eine Zuzufüttern von Vitamin-, Eiweiß- oder Mineralstoffpraeparaten ist nicht erforderlich (kann eher schaden). Die Verwendung von Fertigfuttermitteln erleichtert eine bilanzierte Fütterung gegenüber selbst zusammengestellten Rationen. Hinsichtlich der Belastung sollte der Welpe nicht (moegl. erst wenn er ausgewachsen ist) zu Leistung aufgefordert werden. Hier besteht das Problem, daß eine gut ausgeprägte Muskulatur einerseits das Skelett entlaste, man andererseits durch übermäßige Belastung Erkrankungen wie HD und ED (Ellbogengelenksdysplasie) in ihrer Entstehung begünstigt. Vermeiden sollte man Treppensteigen, übermäßiges Spielen mit älteren Hunden (da konditionell überlegen; hier bieten sich, falls vorhanden, Welpenspielgruppen an), Springen über Hindernisse, lange Spaziergänge (besser häufiger und mehrmals tgl.) oder häufige Apportieruebungen (da viele kurze Stopps und Wendungen). Schwimmen wirkt sich günstig auf die Muskelentwicklung aus ohne die Gelenk zu belasten (im Winter oder bei wasserscheuen Hunden etwas problematisch).
(Sigrid Schleich, Chir. Vet. Klinik, Uni Giessen)
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Die Magendrehung

ist für große Hunde eine ständige Gefahr.
-Was passiert dabei? -Was kann ich tun, um sie zu verhindern? -Wie erkenne ich,
wenn mein Hund eine Magendrehung hat? -Was tue ich dann?

1. Antwort:
Eine ausführliche Darstellung dieses Themas finden Sie im Server "Tiermedizin in Deutschland" unter:
AKTUELLES - FÜR ZÜCHTER - AKTUELLES AUS DER HUNDEZUCHT - ÜBERSICHT
(Dr. M. L. Nagel, Giessen)

2. Antwort:
Magendrehung -was dabei passiert:
der aufgegaste und/oder mit futter überladene Magen dreht sich im Uhrzeigersinn um die Speiseröhre herum. die folge ist ein teilweiser oder auch völliger Verschluss von Speiseröhre und Magenausgang. der Magen wird sozusagen abgeklemmt, und durch die einwirkung der Magensäure auf das Futter entsteht gas, das den Magen immer mehr aufbläht, da es nicht entweichen kann. die Milz, die mit dem Magen ueber eine dünne Gewebeplatte, das sog. Netz verbunden ist, kann sich übrigens mitdrehen. es entsteht ein lebensbedrohlicher Zustand. besonders häufig sind grosse Hunderassen betroffen, die Magendrehung kann aber auch bei mittleren und kleinen Hunden auftreten.
-was kann ich tun, um sie zu verhindern?
Füttern sie keine zu reichlichen Mahlzeiten. insbesondere abends sollte nur eine kleine menge Futter gegeben werden. auch Stress spielt offensichtlich eine Rolle. Gönnen sie ihrem Hund deshalb nach der Fütterung eine Ruhepause von etwa 1-1,5 stunden. noch ist nicht genau geklärt, warum die Magendrehung bei bestimmten Hunderassen besonders häufig ist. solange die Ursachen nicht bis in die Einzelheiten bekannt sind, gibt es keine absolut sichere Methode, eine Magendrehung zu 100 prozent zu verhindern. als Besitzerin eines grossen Hundes mit tiefem Brustkorb müssen sie daher ganz besonders aufmerksam sein, damit sie die Symptome sofort erkennen.
- wie erkenne ich, wenn mein Hund eine Magendrehung hat?
Hunde mit einer Magendrehung sind unruhig, sie würgen, speicheln und versuchen zu erbrechen. mit der zunehmenden Aufblähung des verdrehten Magens bekommt der Hund atemnot; zusätzlich kommt es zu einem Kreislaufkollaps, der innerhalb kurzer zeit zum Tod führen kann.
-was tue ich bei verdacht?
beim geringsten verdacht müssen sie SOFORT zu einer tierärztlichen Praxis oder Klinik fahren. rufen sie kurz dort an und informieren sie den diensthabenden Tierarzt/die diensthabende Tierärztin darüber, dass ihr Hund vermutlich eine Magendrehung hat. zögern sie nicht, nur weil sie unsicher sind, kein Tierarzt ist ihnen böse, wenn es nach all der Hektik nur "falscher Alarm" war. auch nicht mitten in der Nacht, denn die Magendrehung ist ein absoluter Notfall. wenige minuten können entscheidend für das überleben des betroffenen Hundes sein.
(Dr. Birgit Leopold-Temmler, Hannover)